Immobilienumsatz in Bayern 2025 steigt deutlich, bleibt aber weit unter dem Boomjahr
Bayerns Immobilienumsatz 2025 steigt deutlich, Rekordniveau bleibt unerreicht
Die Zahl der Eigentümerwechsel von Häusern, Wohnungen und Gewerbeimmobilien in Bayern hat 2025 wieder spürbar zugenommen. Nach einer Hochrechnung des Immobilienverbands Deutschland Süd stiegen die Umsätze im Freistaat um neun Prozent auf 54,4 Milliarden €; Grundlage der Berechnung sind die Grunderwerbsteuereinnahmen der Finanzämter.
Trotz dieses Aufschwungs liegt das Ergebnis deutlich unter dem Spitzenwert von 2021, als in Bayern rund 72 Milliarden € umgesetzt wurden. Nach dem Ende der Nullzinsphase waren Käufer und Verkäufer in den Jahren 2022 und 2023 weitgehend zurückhaltend, seit 2024 zeichnet sich jedoch eine nachhaltige Erholung ab.
IVD-Marktforscher Stephan Kippes sieht die Entwicklung als echte Marktbelebung: «Das ist nicht inflationsgetrieben, es findet wieder mehr statt». Marktbeobachter und Wirtschaftswissenschaftler berichten übereinstimmend, dass die meisten Transaktionen 2025 auf bereits bestehende Objekte entfielen; ein flächendeckender Neubauaufschwung blieb bislang aus.
Für Eigentümer, die in der unmittelbaren Nachphase der Zinserhöhungen Schwierigkeiten hatten, Käufer zu finden, hat sich die Situation damit verbessert. Finanzbranche und Ökonomen bewerten die gestiegene Transaktionszahl als Schritt in Richtung Normalisierung, mahnen aber zugleich zur Vorsicht: Angebot, Preise und langfristige Finanzierungsbedingungen entscheiden weiterhin über die Stabilität des Marktes.
Die Auswertung der zugrundeliegenden Daten erfolgte in München und liefert einen Befund, der den gesamten Freistaat widerspiegelt. Beobachter werden in den kommenden Monaten besonders darauf achten, ob die Zuwächse anhalten und ob sich das Verhältnis von Bestandsverkäufen zu Neubauprojekten zugunsten stärkerer Bautätigkeit verschiebt.

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